
Unser Zuchtziel ist es, gesunde,
wesensfeste, arbeitsfreudige und natürlich auch schöne Labrador-Retriever züchten. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf „gesund“ UND auf "labradortypischem Wesen". Durch die Auswahl der geeigneten Deckpartner wollen wir dafür Sorge tragen, daß die von uns gezüchteten Hunde dem Labrador, wie sein Erscheinungsbild und sein Wesen in der FCI-Gruppe 8 beschrieben stehen (übernommen vom englischen Kennel Club), so nah als möglich kommen.

Wir lieben den Typ Labrador, der sich sowohl bei der Arbeit (z.B. Dummy- oder Jagdliche Arbeit) als brauchbar erweist sowie auch auf Ausstellungen gut handlebar und schön vom Erscheinungsbild ist (den "Dual-Purpose-Labrador" - wir sind davon überzeugt, daß es ihn gibt!) und der natürlich auch als angenehmer, sanfter und verspielter Familienhund seinen Menschen Freude bereitet. Nach diesen Kriterien suchen wir auch die geeigneten Partner für unsere Zucht aus.
Als verantwortungsbewußte Labradorzüchter habe ich mich dem Labrador Club Deutschland e.V.
angeschlossen und mich
den strengen züchterischen Auflagen dieses Vereins unterworfen. Das Züchten im
LCD bedeutet, dass das internationale Zuchtreglement der F.C.I. (Fédération
Cynologique International) und natürlich auch die Zuchtordnung des VDH (Verband
für das Deutsche Hundewesen) und der zusätzlichen Ordnung des LCD für uns
bindend sind. Durch die Offenlegung aller relevanten Gesundheitsergebnisse in
der LCD-Datenbank werden erbliche Defekte und Krankheiten einsehbar und
nachvollziehbar gemacht für jeden Interessierten, nicht nur für uns Züchter. Aber als engagierte Züchterin will ich nicht nur den strengen, vorgegebenen Richtlinien des Zuchtvereins folgen: aus Liebe zu dieser wunderbaren Rasse leisten wir bei uns mit viel Eigeninitiative und großem Engagement noch viel mehr für unsere Welpen und auch im weiteren Verlauf für die jungen Hunde.
Die Zuchtstätte wird durch einen LCD-Zuchtwart
(geprüfter Wurf- abnahmeberechtigter) abgenommen. Danach folgt der Antrag auf
internationalen Zwingerschutz (Zwingername) über den Zuchtbuch- führer an
den VDH; dieser prüft und gibt an die FCI weiter.

Wir bemühen uns, durch unser Wissen und ständige Weiterbildung über eine
verantwortungsvolle Zucht, gravierende Zuchtfehler auszuschließen, und somit
eine gute Grundlage für die Gesundheit und das labrador-typische Wesen des
Hundes zu geben. Wir wollen durch die Auswahl der Verpaarung dafür Sorge
tragen, dass Arbeitsfähigkeit, der große Wille des Labradors, zu „gefallen“
(Will to please) und natürlich auch die Schönheit unserer Rasse in vollem
Umfang erhalten bleibt und gefördert wird.
Gesundheitliche Voraussetzungen, die die Hunde zur Zucht
mitbringen müssen, sind auf jeden Fall ein gesundes Skelett, gesunde Augen und
gesunde Zähne.

Unsere Emmi (JT Print in Gold) - 3 Wochen alt
Im Folgenden werden einige Beurteilungen erklärt:
Hüftgelenksdysplasie (HD)
A1 bis A2 (HD-0) = frei(ohne Auflagen zur Zucht zugelassen)
B1 bis B2 (HD-1) = Übergangsform(ohne
Auflagen zur Zucht zugelassen)
C1 bis C2 (HD-2) = leichte HD(nur mit
HD-freiem Partner A1/A2 verpaaren)
D1 bis D2 (HD-3) = mittlere HD(nicht
zur Zucht zugelassen) E1 bis E2 (HD-4) = schwere HD(nicht zur Zucht zugelassen)
Ellenbogendysplasie (ED)
ED0 = frei(zur
Zucht zugelassen) ED1 = zur Zucht zugelassen ED2 = nicht zur Zucht zugelassen ED3 = nicht zur Zucht zugelassen
Erbliche Augenkrankheiten (GPRA, HC, RD)
Bei jedem Deckakt ist die Freiheit von GPRA, totaler RD und erblichem
Katarakt durch einen Augenuntersuchungsbefund nachzuweisen. Der Befund bleibt
12 Monate gültig. Die Augenuntersuchung ist durch einen vom VDH/LCD
zugelassenen Tierarzt vorzunehmen.
Hunde mit dem Befund positiv oder zweifelhaft, dürfen nicht zur Zucht
eingesetzt werden. Hunde, die nicht prcd PRA getestet sind, dürfen nur noch mit
Hunden angepaart werden, die Optigen clear (normal) sind, ebenso Hunde die Optigen
carrier (Träger) sind. Für Hunde, die über den Test der Eltern eingestuft werden
können, gilt dasselbe.

Junior´s Typical Print in Gold - 4 1/2 Wochen
Zähne
Der zur Zucht zugelassene Hund
muß ein komplettes Scherengebiß haben (keine Zange) und es dürfen nicht mehr
als 4 Zähne fehlen.
Beim LCD ist der Wesenstest als zuchtrelevante Prüfung fester Bestandteil der Zuchtordnung. Mit dem Wesenstest sollen die guten Anlagen des Labradors erhalten werden und eventuell auftretende Wesensschwächen können dadurch festgestellt und züchterisch bekämpft werden. Hunde mit einem nicht bestandenen Wesenstest bekommen im LCD keine Zuchtzulassung. Erwünscht ist beim Labrador ein ausgeglichenes Temperament, die Menschenfreundlichkeit, gute Führigkeit und Unterordnungsbereitschaft, der sogenannte "will-to-please" (Wille, dem Hundeführer zu gefallen). Unerwünschte und zuchtausschließende Eigenschaften sind z.B. ein zu hoher Grad an Aggressivität oder auch Ängstlichkeit und Schussscheue.
Beim Wesenstest wird das labradortypische Verhalten in Situationen mit verschiedenen
akustischen und optischen Reizen und das Verhalten des Hundes in einer
Menschenmenge durch einen anerkannten Wesensrichter des LCD geprüft.
Weiterhin ist für die
Zuchtzulassung des Hundes (Rüde sowohl als auch Hündin) eine Formwertbeurteilung
durchzuführen. Der Formwert wird von einem
durch VDH und LCD zugelassenen Zuchtrichter beurteilt.

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